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‘Die Facultatieve Gruppe’ baut Krematorium in Deutschland
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'Die Facultatieve Gruppe’ eröffnet in diesem Jahr ein Krematorium in Memmingen. Ende April wurde zwischen Dr. I. Holzinger, Oberbürgermeister der Stadt Memmingen und J.M.H.J. Keizer, Vorstandsvorsitzender von 'die Facultatieve Gruppe' ein offizieller Vertrag unterzeichnet. Die Bauarbeiten haben inzwischen begonnen. Erwartungsgemäß wird das 'Krematorium Memmingen' (Bayern, ca. 150 km westlich von München) im Oktober seine Türen öffnen.
Erster Schritt „Dies ist für uns ein wichtiger Moment”, so J.M.H.J. Keizer. „Zum ersten Mal in unserer 132-jährigen Geschichte werden wir außerhalb der Niederlande ein Krematorium bauen, das wir auch selbst betreiben werden. Wir haben inzwischen gemerkt, dass sowohl die deutschen Behörden als auch die Kommunen unsere langjährige Erfahrung sehr zu schätzen wissen. Daher ist das Krematorium Memmingen für uns so etwas wie der erste Schritt: der Auftakt zu weiteren Aktivitäten. Wir hoffen, in einigen Jahren ein ganzes Netz von Krematorien in Deutschland aufzubauen.”
Bis vor kurzem war der Betrieb eines Krematoriums in Deutschland dem Staat vorbehalten. Keizer: „In einigen Bundesländern, wie zum Beispiel in Bayern, wurde inzwischen das Gesetz gelockert. Auch Privatunternehmen können nunmehr ein Krematorium betreiben. Die Stadt Memmingen und 'die Facultatieve Gruppe' wurden sich schnell einig. Über die Zusammenarbeit mit der Stadt Memmingen können wir uns nur lobend äußern.”
„In Deutschland verfolgt man die Entwicklungen in den Niederlanden schon etwas länger”, erläutert Keizer. „Vor allem im deutschen Grenzgebiet stoßen unsere Dienstleistungen auf reges Interesse. Vieles, was bei uns inzwischen ‘normal’ ist, ist in Deutschland immer noch nicht zulässig. Zum Beispiel Asche in einem Medaillon oder das Verstreuen von Asche. Die Urne muss auf einem Friedhof beigesetzt werden. Wir erwarten, dass sich die Gesetze weitgehend ändern werden und dass sich dadurch neue Möglichkeiten ergeben. Das geschieht natürlich nicht von heute auf morgen, aber im Laufe der Zeit wird sich einiges tun. Tatsache ist, dass deutsche Krematorien und Bestattungsunternehmen die Möglichkeiten in den Niederlanden als Musterbeispiel bezeichnen.”
Das Krematorium Memmingen ist zu 85% im Besitz von 'die Facultatieve Gruppe'. Die verbleibenden 15% gehören der Stadt Memmingen. Die Grundlagen für 'die Facultatieve Gruppe' wurde 1874 mit der Gründung der heutigen Königlichen Niederländischen Vereinigung für Feuerbestattung 'de Facultatieve' ('Koninklijke Vereniging voor Facultatieve Crematie') geschaffen. Dieser Verein baute unter anderem das erste Krematorium in den Niederlanden (Westerveld, 1913). Inzwischen ist 'die Facultatieve Gruppe' zu einer internationalen Unternehmensgruppe geworden, die über eigenständige Tochtergesellschaften hochwertige Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Automatisierung, Kommunikation, Kremierung und Bestattung, Umwelttechnik und Verbrennung sowie im Versicherungsbereich anbietet. Die Hauptgeschäftsstelle befindet sich in Den Haag.
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