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KRO und Koninklijke Facultatieve führen gemeinsame Umfrage durch
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Um der Frage "Wie geht man in den Niederlanden mit dem Tod um" auf den Grund zu gehen, haben der TV-Sender KRO und die Koninklijke Facultatieve im Oktober gemeinsam eine repräsentative Umfrage in Auftrag gegeben, die vom Institut Kaski durchgeführt wurde. Die Ergebnisse dieser Umfrage, die am 2. November in der TV-Sendung "Ode aan de doden" (Ode an die Toten) präsentiert wurden, waren bemerkenswert. So haben vier von fünf Niederländern (82 %) keinerlei Wünsche für ihr eigenes Begräbnis geäußert, zumindest nicht schriftlich. Zwei von drei Niederländern (64 %) haben mit ihren Angehörigen noch nie über den eigenen Tod und das Abschied nehmen gesprochen. Zwei von drei Befragten (65 %) besuchen selten oder nie das Grab oder die Gedenkstätte ihrer Angehörigen.
Tod auf Distanz halten
Bemerkenswert, aber völlig im Einklang mit den obigen Ergebnissen, ist außerdem, dass fast die Hälfte aller Befragten nicht möchte, dass Kinder den Verstorbenen zu Gesicht bekommen. Außerdem möchte über 70 % lieber nicht zu Hause aufgebahrt werden. Der Tod und die Toten - am liebsten möchte man beides auf Distanz halten.
Leben nach dem Tod
Die Ergebnisse zu anderen Fragen ließen Trends bei den Auffassungen über ein Leben nach dem Tod erkennen. Mehr als ein Drittel aller Niederländer (36 %) glaubt an ein Leben nach dem Tod. Dies ist ein eindeutiger Rückgang im Vergleich zu früheren Umfragen, die 2006 und 1996 durchgeführt wurden. Damals glaubten noch 40 % bzw. 45 % an ein Weiterleben nach dem Tod. Bei der Frage, was man sich unter einem Leben nach dem Tod vorzustellen hat, liegt die Weiterexistenz des Geistes/der Seele mit 21 % noch vor dem Himmel, auf den 16 % entfallen. Niederländer mit kirchlicher Bindung (46 % Katholiken und 55 % Protestanten) glauben häufiger an ein Leben nach dem Tod als ihre Landsleute ohne religiöse Bindung (19 %) und denken beim Leben nach dem Tod vor allem an den Himmel.
Mit den Toten reden
Fast jeder Befragte wurde schon einmal mit einem Sterbefall in der Familie konfrontiert. Mehr als ein Viertel aller Niederländer, die einen Angehörigen verloren haben, erfahren manchmal dessen Anwesenheit. Nahezu die Hälfte (45 %) spricht laut oder in Gedanken mit ihren Lieben im Jenseits. Frauen erfahren die Anwesenheit eines Verstorbenen öfter und sprechen auch häufiger als Männer mit ihnen. Ein Drittel ist davon überzeugt, dass verstorbene Angehörige uns sehen können und dass sie wissen, was wir durchmachen. Diese Auffassung ist bei Frauen wiederum weiter verbreitet als bei Männern.
Gedenken
Über 70 % aller Niederländer denkt noch regelmäßig an die Verstorbenen zurück. Der Geburtstag (52 %) wird dabei als häufigster Anlass genannt. Die große Mehrheit der Niederländer (58 %) hat ein Foto des verstorbenen Angehörigen, um dessen Erinnerung zu bewahren. Ein kleiner Hausaltar kommt nur sporadisch vor (2 %). Frauen sind auch in dieser Hinsicht etwas empfänglicher als Männer. Das Internet als Gedenkstätte wird nahezu überhaupt nicht genannt.
Feuerbestattung oder Begräbnis
In den Niederlanden neigt man eher zur Feuerbestattung (43 %) als zum Begräbnis (39 %). Interessant ist die Antwort auf die Frage, wer für die Bestattung des Befragten selbst zuständig sein soll. Hier entscheiden sich mehr Befragte für einen guten Freund oder Verwandten (35 %) als für einen Priester, Pfarrer oder sonstigen Geistlichen (28 %). Nur 7 % der Niederländer würde sich einen professionellen Bestattungsbetreuer für ihren letzten Gang wünschen.
Kirchenangehörige sensibler
Auffallend ist, dass kirchlich gebundene Niederländer das Thema Tod und Gedenken mit mehr Feingefühl angehen als ihre Landsleute ohne religiöse Bindung. So sagt nur 16 % der gläubigen Befragten (Katholiken: 17 %, Protestanten: 15 %), dass sie keine Gedenkmomente in ihrem Leben kennen. Bei nicht gläubigen Befragten liegt der Wert fast doppelt so hoch, nämlich bei 30 %. Kirchlich gebundene Niederländer besuchen auch häufiger das Grab ihrer verstorbenen Angehörigen. Nur ungefähr die Hälfte aller gläubigen Befragten (Katholiken: 48 %, Protestanten 55 %) geht nach eigenen Angaben niemals dorthin, während dieser Wert bei Nicht-Gläubigen mit 73 % wesentlich höher ist.
Die kompletten Umfrageergebnisse stehen hier zum Download bereit.
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